Heutzutage ist Wäsche waschen einfach weil Maschinen die Hauptarbeit übernehmen.
Früher war das nicht so und ein Waschtag bedeutete viel und anstrengende Arbeit.
Wäsche waschen war Knochenarbeit und Frauensache. Erst nach dem 2. Weltkrieg erleichterten Waschmaschinen auch in Hattorf vielen erstmals die schwere Arbeit.
Etwa vier Mal im Jahr war „Große Wäsche", bei der Bettwäsche und das gesamte Leinenzeug gewaschen wurde. Die „Kleine Wäsche" wie Hemden und andere Kleidung wusch man in kürzeren Abständen. Wer viel Aussteuerwäsche hatte musste seltener waschen.
Bei der „Großen Wäsche" halfen alle Frauen auf dem Hof. Am Vortag wurde die Wäsche eingeweicht - weiße, bunte und empfindliche Wäsche sowie Arbeitskleidung getrennt. Am Waschtag kochten die Frauen zuerst die weiße Wäsche im Waschkessel. Das Waschwasser wurde für die Folgewäsche aufgefangen.
Weiße Wäsche wurde im Sommer auf der Wiese gebleicht und dafür stetig mit Wasser befeuchtet. Wasser, Licht und Luft sowie der Sauerstoff aus dem Gras halfen, die Wäsche wieder schön weiß zu machen. Nach der Bleiche wurde in klarem Wasser gespült. Ausgewrungen kam die Wäsche zum Trocknen auf die Leine. Nach dem Mangeln oder Bügeln war sie "schrankfertig".
Wie schön konnte Werbung zum Waschen früher sein: Hier geht es zu den Reklamefilme!
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